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Alfréd Hajós

Meister der geistigen und körperlichen Kraft

Alfréd Hajós wurde am 1. Februar 1878 in Budapest geboren, zu einer Zeit, als der ungarische Sport erwachte.
Auf dem Plattensee gewann er 1895 seinen ersten Sieg im 100 m- Schwimmen. Auf Grund dieses Erfolges reiste er nach Wien, um an der Europameisterschaft teil­zunehmen und auch hier siegte er über starke Gegner in der 100 m- Strecke.

Das neugebildete Ungarische Olympische Komitee sandte ihn 1896 als einzigen Schwimmer zu den ersten Olympischen Spielen nach Athen .Dort wurden die Schwimmwettbewerbe im Hafen von  Piräus abgehalten. Die 100 m-Freistil gewann Alfréd Hajós gegen 20 Teilnehmer, unter ihnen der Amerikaner Williams und der Österreicher Herschmann, mit 1: 22,2 Minuten.
Gleich darauf fand der Wettbewerb über 500 m statt, an dem Hajós, da er noch zu müde war, nicht teilnahm.
Dagegen siegte er dann über 1200 mgegen 15 Teilnehmer mit großer Überlegen­heit.
Nach seinen beiden Olympiasiegen gewann er in diesem Jahr nochmals die Eu­ro­pameisterschaft, dann aber schwärmte er immer mehr für den Fußball.

Er wurde Mitglied der ersten ungarischen Fußballmannschaft und war Mittelstür­mer des BTC beim ersten internationalen Clubkampf gegen die Wiener Cricketers am 13. Oktober 1897.
1901 wurden die ersten ungarischen Fußballmeisterschaften ausgeschrieben und Hajós stand weitere zwei Jahre in der Meistermannschaft des BTC als Mittelstürmer, als Halblinker und als Linksaußen.
Als Stürmer nahm er auch am ersten Fußball-Länderspiel am 12. Oktober 1902 gegen Österreich teil und noch weitere dreimal spielte er in der Nationalmannschaft.

Inzwischen absolvierte er die Hochschule für Architektur und im Jahre 1904 been­dete er seine aktive sportliche Laufbahn, blieb aber weiterhin dem sportlichen Leben als Vorstand des Budapester Turnvereins, des Schwimm- und Fußballvereins erhal­ten. In laufend veröffentlichten Artikeln und Studien trug er viel zur ungarischen Sportliteratur bei und leitete bis 1910 die Redaktion des Blattes"Sportleben".

Auch als Architekt entfernte sich Hajós nicht vom Sport. Zwar entwarf er Pläne von zahl­reichen Schulen, Krankenhäusern, und Privatgebäuden, zu seinem Lebenswerk zählen heute Konzertgebäude, Dampfbäder, Fabriken, Druckereien, Hotels und Wohnsiedlungen.
Aber sein Traum war von Anbeginn die Schöpfung eines künstlerischen Sport­forums. 1913 legte er den Plan eines Stadions für 50000 Zuschauer vor, mit offenem und gedecktem Schwimmbad, Turnhalle, Institut für Sportlehrerbildung und Amt für die Körperkulturbehörde. Die Regierung nahm den Plan an und bewilligte 3 Mil­lionen Goldkronen zu seiner Ausführung, aber der erste Weltkrieg und die schwere Nachkriegszeit verhinderten die Verwirklichung des Projekts.
1924 schickte Hajós seinen Plan vom Sportforum anlässlich des Kunstwettbewerb der VIII. Olympischen Spiele in Paris ein. Die Jury, die sich vielleicht aus politischen Grün­den nicht entschließen konnte, einen 1. Preis zu vergeben, zeichnete Hajós mit der Silbermedaille aus.
So wurde er der erste und bisher einzige Olympiasieger der Neuzeit, der sich im kör­per­lichen und musischen Wettstreit als Meister bewährte.
Unermüdlich war er im Schaffen, und Ungarn verdankt ihm Schwimmbäder in Mis­kolc, Szeged, Győr, Balassagyarmat, Monor, Kisvárda, Pünkösdfürdő und am Széchenyi­berg, viele Kampfbahnen und Fussballplätze und den bis heute größten Sport­platz, das Neupester Stadion.
Im Jahre 1930 erbaute er seine berühmte Sporthalle, das Nationalsportbad auf der Margaretheninsel.
Das Vaterland verdankt ihm das Werk, die Welt dankt ihm das Beispiel.